Tombola

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Inhalt

Was ist zu beachten bei der Ausrichtung einer Tombola?

Ziele

Die Tombola ist eine beliebte Aktion bei Sommerfesten zum Beispiel. Die Regeln, die dabei zu beachten sind, sind jedoch umfassender, als man denkt.

Aufwand

  • Finanzieller Aufwand: Lose herstellen
  • Sachleistungen/Personen: Mehrere Erwachsene / Kinder
  • Zeitlicher Aufwand: Erlaubnis einholen, Abrechnung

Beschreibung

Einholung einer Erlaubnis
Grundsätzlich muss eine öffentlich veranstaltete Tombola genehmigt werden.

Die Erlaubnis erteilt für Berlin das Finanzamt für Körperschaften I, Bredtschneiderstr. 5, 14057 Berlin, bzw. für das Land Brandenburg die zuständige Ordnungsbehörde/das zuständige Finanzamt.

Steuerliche Auswirkungen
Normalerweise wird eine Tombola dem steuerfreien Zweckbetrieb zugeordnet, d.h. es ist alles unproblematisch, solange der Erlös aus der Tombola zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke verwendet wird, d.h. wenn die Einnahmen satzungsgemäß verwendet werden.


Umsatzsteuer:
Ist der Verein ein Kleinunternehmen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, fällt bei einer Tombola keine Umsatzsteuer an.

Für alle anderen Vereine, die kein Kleinunternehmen sind gilt:
Aus den Einnahmen des Losverkaufs ist Umsatzsteuer abzuführen!

Es gilt aber vereinfacht: Wenn ein Förderverein 17.500 € (brutto) Umsatz im Jahr nicht überschreitet, muss er nur den vereinfachten Steuersatz (7%) Umsatzsteuer zahlen.

Lotteriesteuer:
Ist übrigens Lotteriesteuer abzuführen, sind die Einnahmen von der Umsatzsteuer befreit.
Eine Tombola ist von der Lotteriesteuer befreit, wenn der Gesamtpreis der Lose den Wert von 650,- Euro nicht übersteigt und es keine Bargeldgewinne gibt.

Außerdem sind befreit die von den Landesbehörden genehmigten Ausspielungen zu gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken, wenn der Gesamtpreis der Lose den Wert von 40.000 € nicht übersteigt. Daher wird im Allgemeinen keine Lotteriesteuer anfallen.

Für Berlin gilt:
Gemeinnützigen Vereinen wird die allgemeine Erlaubnis für die Veranstaltung von kleinen Lotterien und Ausspielungen erlaubt:

  • Wenn die sich nicht über das Bezirksgebiet hinaus erstreckt;
  • Wenn die Lose im Kauf insgesamt 30.000 € nicht übersteigen;
  • Mindestens 1/3 des Spielplans und eine Gewinnsumme von mindestens ¼ der Los-Preises insgesamt müssen vorgesehen sein;
  • Wenn der Losverkauf einen Zeitraum von zwei Monaten nicht überschreitet;
  • Wenn der Reinertrag ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke ausgegeben wird.


Die Kleine Lotterie/Ausspielung ist mindestens zwei Wochen vor Beginn dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Friedrichstr. 219, 10958 Berlin, Telefon: 90269 – 0, FAX: 90269 – 1299) Referat Zentrale Einwohnerangelegenheiten, IIA 22, unter Angabe des Spielkapitals und der Dauer der Lotterie/ Ausspielung anzuzeigen.

Der Nachweis über die Verwendung muss innerhalb von zwei Monaten nach der Veranstaltung gegenüber dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Referat Zentrale Einwohnerangelegenheiten, II A 22, erbracht werden.

Mindestens zwei Wochen vor Beginn ist bei dem zuständigen Finanzamt für Körperschaften I, Bredtschneiderstr. 5, 14057 Berlin, eine Lotteriesteueranmeldung abzugeben. Darin sind insbesondere die Anschrift des Veranstalters, der Ort und der Zeitraum der Veranstaltung, die Zahl der Lose und der Lospreis mitzuteilen.

Für Brandenburg gilt:
Gemeinnützigen Vereinen wird die allgemeine Erlaubnis für die Veranstaltung von kleinen Lotterien und Ausspielungen erlaubt:

  • Wenn die sich nicht über das Gebiet einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis hinaus erstrecken;
  • Wenn die Lose im Kauf insgesamt 40.000 € nicht übersteigen;
  • Der Spielplan muss einen Reinertrag und eine Gewinnsumme von jeweils mindestens einem Drittel der Entgelte vorsehen (§ 11, Absatz 1, Satz 3 LottGBgb).
  • Wenn der Losverkauf einen Zeitraum von drei Monaten nicht überschreitet;
  • Wenn der Reinertrag ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke ausgegeben wird.

Die Kleine Lotterie/Ausspielung ist mindestens zwei Wochen vor Beginn der zuständigen Ordnungsbehörde und dem zuständigen Finanzamt unter Angabe des Spielkapitals und der Dauer der Lotterie/ Ausspielung anzuzeigen.

 

Stolpersteine

- kein Inhalt -

Hinweise und Tipps

Wenn an der Tombola nur Vereinsmitglieder und deren Familienangehörige teilnehmen, liegt ein wirtschaftlicher Zweckbetrieb vor!
In dem Fall können für die Sachspenden (Gewinne) Zuwendungsbestätigungen ausgestellt werden (d.h.: der Wert der Spende muss ermittelt werden).

Wenn die Tombola dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen ist, können ebenfalls Zuwendungsbestätigungen für die Sachspenden ausgestellt werden, solange die Tombola-Einnahmen satzungsgemäß verwendet werden. Wenn „Spendenbescheinigungen“ für die sachspenden ausgestellt wurden, darf auf keinen Fall das Geld im Bereich des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs verwendet werden.

Ist für Sachspenden von Firmen eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt worden, dürfen keine Gegenleistungen folgen (Werbung z.B.), wohl aber darf die Firma dankend auf Plakaten erwähnt werden.

Für Kaffee- und Kuchenspenden sollten nie Zuwendungsbestätigungen ausgestellt werden.

Rechtliches

- kein Inhalt -

Ressourcen

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