Nominiert für den Förderpreis 2019


Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende haben Zukunftsängste. Doch mit unzähligen Umwelt- und Sozial-Projekten sorgen sie auch für Veränderungen.

Schüler*innen aus Berlin und Brandenburg wurden am 11.12.2019 für den Förderpreis 2019 der Stiftung Bildung nominiert.
 

Wir sind Kinder dieser Welt

Die Welt zu Gast in der Kita

Die Kita Zwergenland in Rathenow unterstützt ihre Kinder dabei, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen – mit einem Projekt zu Globalisierung, Umweltbewusstsein und nachhaltigem Handeln, auch vor der eigenen Haustür.

Wie leben Menschen anderswo auf der Welt, was macht ihr Leben manchmal schwierig, und was haben wir damit zu tun? Mit dem Wunsch der Kinder, mehr über die Welt zu erfahren, fing es an. Eine Projektpatin initiierte „Wir sind Kinder dieser Welt“ mit einem besonderen Blick auf Gambia. Ein Trommelworkshop und gemeinsames Kochen gaben einen Einblick in Musik und Esskultur des afrikanischen Landes.

Spenden für Gambia (c) Kita Zwergenland

Die Kinder halfen mit bei der Spendenaktion „Schuhe für Gambia“ und konnten zwei Orangenbäume für ein Selbsthilfeprojekt im afrikanischen Land spenden. Spannend war besonders das Thema Müll, nachhaltige Wiederverwertung und der Vergleich zwischen Gambia und Deutschland. Die Kinder lernten bei Müllsammelaktionen ganz praktisch viel über Mülltrennung und -vermeidung, Re- und Upcycling und Abfallwirtschaft. In diesem Rahmen arbeitete die Kita mit verschiedenen Partnern wie der Oberschule Rathenow, dem Gesundheitsamt und der örtlichen Abfallversorgung zusammen.

Der Kita-Förderverein

Der Förderverein der Kita Zwergenland war schnell begeistert vom Projekt und hat geholfen, die nötigen Mittel – auch mit Hilfe von Spenden – aufzubringen.

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Flohmarkt von Kindern für Kinder

Gelebte Schulgemeinschaft

Engagierte Eltern des Fördervereins der Modersohn Grundschule in Berlin haben einen Schul-Flohmarkt ins Leben gerufen. Zusammen mit dem Kinderparlament haben sie damit einen informellen Lernort geschaffen für eine positive Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit und seinen ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen – auch über die Schule hinaus.

Gemeinsam und nachhaltig Zukunft gestalten, und damit an der eigenen Schule beginnen: Die Idee des Fördervereins, einen schulweiten Flohmarkt zu organisieren, fand das Kinderparlament der Schule toll. Zusammen mit den Eltern des Fördervereins gingen sie in die Planung. Die aufwändige Organisation der großen Veranstaltung forderte alle Beteiligten über Wochen heraus – und schweißte zusammen: Wie arbeiten wir als engagierte Eltern im Förderverein zusammen, wo können wir uns Unterstützung holen und wie sieht ernstgemeinte Kinderbeteiligung aus?

Spielsachen | Symbolbild (c) SofiLayla / pixabay

Die Kinder gestalteten den Tag selbst aktiv mit, sie verkauften ihre Spielsachen und Bücher, organisierten einen Kuchenverkauf und ein Repair-Café. Für alle war es ein großer Tag und eine gelungene Gelegenheit, die Schule für Familien und den Kiez zu öffnen. Weitere Flohmärkte sollen folgen. Auch den Schulleiter konnten die Engagierten überzeugen: Er will das Thema Nachhaltigkeit weiter an der Schule verfolgen, zum Beispiel über Projekttage und eine Kooperation mit einer benachbarten weiterführenden Schule.

Der Schulförderverein

Der Förderverein der Modersohn Grundschule hat das Projekt initiiert und bei der Umsetzung ganz gezielt mit den Schüler*innen zusammengearbeitet. Beteiligt waren die engagierten Eltern auch bei Werbung, Standorganisation, Speisen-/Getränkeverkauf und Repaircafé. Der Erlös durch den Tag überstieg sogar die Kosten, die der Förderverein vorfinanzierte.

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Passt dein Fuß auf diese Erde?

Selbst aktiv werden, andere mitnehmen

Den sperrigen Begriff der „Nachhaltigkeit“ mit Leben füllen, das steht hinter dem Projekt am Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium in Neuruppin. Schüler*innen der 8. Klassen haben einen Anfang gemacht, um in den aktuellen Diskussionen über Umweltschutz von Zuschauenden zu aktiv Beteiligten zu werden.

Wie grün ist dein Fußdruck? (c) ElisaRiva / pixabay

Den Anstoß zum Projekt gaben Eltern und Lehrkräfte im Förderverein. Sie wollten das Umweltbewusstsein der Jugendlichen entwickeln und ihnen zeigen, dass jede*r aktiv etwas gegen Umweltprobleme tun kann. Welche Auswirkungen ihr Leben auf unseren Planeten hat, erfuhren die Achtklässler*innen bei der Erstellung ihres individuellen „ökologischen Fußabdrucks“. Die Auswertung brachte spannende Diskussionen mit sich – und viele Ideen, was die Klasse zusätzlich für Umweltschutz tun kann.

Die Jugendlichen starteten selbstständig eine Müllsammelaktion im umliegenden Wohngebiet, auch um ein Vorbild zu bieten. Gemeinsam wurde die Idee entwickelt, mit der Pat*innenklasse 7A dieses Projekt zu wiederholen. Wie es weitergehen soll, wissen die engagierten Schüler*innen auch schon: Sie wollen sich mit der „Kultur Imkerei Neuruppin“ für den Artenschutz von Bienen einsetzen und planen zudem eine Exkursion mit der Patenklasse ins Landeszentrum für erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Schulförderverein

Der Verein der Freunde des Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasiums hat das Projekt initiiert und kümmert sich darum, dass nötige Mittel zur Verfügung stehen. Das ehrenamtliche Engagement für dieses Projekt empfinden Junge und Alte als lohnend, auch wenn sie vor allem mit ihren zeitlichen Einsatzmöglichkeiten manchmal an ihre Grenzen kommen. Im Verein engagieren sich Eltern und Lehrkräfte.

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Lesen Sie hier welche Projekte mit dem Förderpreis 2019 der Stiftung Bildung ausgezeichnet wurden.


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